Bundestagsabgeordneter Volker Kauder in Sulz-Bergfelden: Wir brauchen stabile Verhältnisse in einer neuen Bundesregierung
Ein einsamer Wahlkämpfer unterwegs im Wahlkreis!
Sulz-Bergfelden - Bundestagsabgeordneter Volker Kauder in Sulz-Bergfelden:
Wir brauchen stabile Verhältnisse in einer neuen Bundesregierung
Ein einsamer Wahlkämpfer unterwegs im Wahlkreis! Die SPD beklage sich, dass sich die Union nicht mit ihrem Deutschlandplan auseinandersetze, sagte der Bundestagsabgeordnete Volker Kauder im überfüllten Gasthaus „Goldene Au“ in Sulz-Bergfelden. „Das brauchen wir nicht. Wir machen unseren Wahlkampf, wir stellen unser Programm vor.“ Und im gesamten Wahlkreis ist von der Sozialdemokratie nichts zu sehen. Gar nichts.
Also: Volker Kauder, seit 19 Jahren unser Vertreter früher in Bonn, jetzt in Berlin zieht „einsam“ seine Runden. Was auch gut so ist.
Wieder einmal gelang es ihm, die Teilnehmer in seinen Bann zu schlagen. Mit der umfassenden Darstellung dessen, wie Deutschland aus der Krise hervorgehen kann. Gestärkt aus ihr herauskommen kann.
Willy Harpain und Klaus Schaible moderierten die Veranstaltung mit „einem Spitzenpolitiker, der nie vergessen hat, wo seine Heimat ist und der so oft es geht im Wahlkreis ist, oft eben auch in Sulz.“ Und nicht nur darum schätzen ihn die Menschen so sehr.
Nun aber, so wurde es deutlich, geht es bei der Wahl am 27. September um vieles: „Wir brauchen eine handlungsfähige, eine stabile Regierung,“ sagte der CDU-Politiker, der als Vorsitzender der Unionsfraktion aus eigener Anschauung besser weiß als die meisten anderen, was in der Großen Koalition geleistet worden ist, dass nunmehr aber die Gemeinsamkeiten aufgebraucht sind.
„Wir brauchen stabile Verhältnisse“, und die Menschen wollen eine Perspektive sehen. Diese ist dann gegeben, wenn Wirtschaftswachstum generiert wird, wenn die Arbeitsplätze stabilisiert werden. Die SPD will Umverteilung – „sie will den falschen Weg einschlagen.“
Und: „Die SPD will an der Steuerschraube drehen, wir wollen das Geld in der Firma lassen, wir wollen mit einer Entlastung der mittleren und unteren Einkommen dafür sorgen, dass es sich mehr lohnt zu arbeiten als Hartz IV zu beziehen.“
Klare Worte, klare Aussagen zur Zukunft von uns allen.
Und, von einem Diskussionspartner angesprochen, die Frage, die über das Wirtschaftliche hinausgeht: die Frage nach dem C in der Politik bzw. in der CDU. Wohl kaum jemand kann so glaubwürdig und überzeugend darlegen, wie er selbst das C versteht und lebt, wie eben Volker Kauder. Nicht nur mit der Formel, dass die Union Politik auf Grundlage des christlichen Menschenbildes macht, sondern durch die von vorgelebte Glaubwürdigkeit, in jeglicher Beziehung. Auch bei seinem Geburtstag, an dem er, vielleicht zum Erstaunen mancher, die nachdenklichen Worte sprach, die genau sein Verständnis ausdrückten, nach denen er lebt.
Und aus denen heraus Volker Kauder Politik macht. Im Großen, in Berlin, wie im Kleinen, in seinem Wahlkreis, bei jeder Veranstaltung, bei jeder Begegnung mit den Menschen, die er mag.
Und er scheut sich auch nicht, Klartext zu reden, bei Themen, die in der Öffentlichkeit eher unpopulär sind: bei der Energieversorgung beispielsweise. Auch in Bergfelden wies er darauf hin, dass in zehn Jahren – auch nach den Darlegungen des Umweltministers in dessen Homepage – 70 Prozent Energie fehlen und fragt: „Wo kommt dann der Strom her?“ Volker Kauders Plädoyer: „Wir wollen unsere Abhängigkeit von anderen nicht noch vergrößern, wollen sie verringern!“ Was aber nicht geht, wenn wir die Energie aus Russland und Frankreich kaufen müssen.
Vieles war mit der SPD nicht zu machen. Deswegen sein leidenschaftlich vorgetragenes Plädoyer: „Wir brauchen eine bürgerliche Regierung von Union und FDP.“
Denn das meiste, was zu tun ist, ist mit den Sozialdemokraten nicht zu machen. Und, so nicht nur die Befürchtung von Volker Kauder: Das Schielen der SPD zur Linkspartei könnte in der nächsten Legislaturperiode in ein Bündnis münden. Dann brauchen wir nicht mehr über Wirtschaftswachstum reden und darüber, dass wir uns im globalen Wettbewerb behaupten können.
aktualisiert von Jörg Prenzler, 18.09.2009, 11:54 Uhr |