CDU Sulz blickt auf wichtige Impulse für den ländlichen Raum und wählt neuen Vorstand
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der CDU Sulz standen die aktuellen politischen Entwicklungen im Land sowie die Herausforderungen und Chancen für Sulz und die Region. CDU-Kreisvorsitzender Stefan Teufel berichtete den Mitgliedern über zentrale Vorhaben der Landespolitik, aktuelle Förderprogramme sowie die politischen Debatten, die viele Bürgerinnen und Bürger derzeit beschäftigen.
Der neu gewählte Vorstand des CDU-Stadtverbandes Sulz mit (von links) Ralf Kreher, Andrea Dreher, Dr. Heinrich von Stromberg, Siegfried Dölker, Manfred Maier, Jens Kilsbach, Willy Harpain, Barbara Klaussner, Stefan Teufel sowie Tobias BronnerTeufel machte deutlich, dass die Stärkung des ländlichen Raums weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben der Politik bleiben müsse. „Sulz zeigt eindrucksvoll, wie viel Potenzial in unseren Städten und Gemeinden steckt. Damit Menschen auch künftig gerne hier leben und arbeiten, brauchen wir starke Kommunen, eine gute Infrastruktur, attraktive Arbeitsplätze, ausreichend Wohnraum und eine verlässliche Daseinsvorsorge“, betonte der CDU-Abgeordnete. Dabei verwies Teufel auf zahlreiche Projekte, die derzeit in Sulz und der Region vorangetrieben werden. Ein aktuelles Beispiel sei die Förderung des Quartiersprojekts „Drei Täler – Eine Gemeinschaft“, für das Sulz rund 74.000 Euro Landesmittel erhält. Ziel des Projekts ist es, das generationenübergreifende Zusammenleben zu stärken, ehrenamtliches Engagement zu fördern und neue Formen der Nachbarschaftshilfe zu entwickeln. Gerade angesichts des demografischen Wandels seien solche Initiativen wichtige Bausteine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Themen, in der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes im Clubhaus TC Sulz bzw. angesichts des hochsommerlichen Wetters vor dem Gebäude, die mit Stefan Teufel intensiv und in einem sehr freundschaftlichen Geist angesprochen wurden.
In seinem Rechenschaftsbericht hatte der einstimmig wiedergewählte Stadtverbandsvorsitzende Tobias Bronner die erfolgreich verlaufenen Wahlen der letzten Jahre herausgehoben und die immer sehr gute Zusammenarbeit mit Stefan Teufel betonte. Schriftführer Siegfried Dölker ergänzte in seinem letzten Bericht in diesem Amt den Bericht des Vorsitzenden, und Barbara Klaussner legte einen Kassenbericht vor, dem Rechnungsprüfer Ludwig Schrägle eine einwandfreie Führung ihrer Kasse bescheinigte.
Ein weiteres Thema war die Entwicklung der Region Oberer Neckar. Teufel informierte über aktuelle Fördermöglichkeiten im Rahmen des LEADER-Programms. Vereine, Unternehmen, Kommunen und Initiativen hätten dadurch die Möglichkeit, innovative Projekte umzusetzen und die Lebensqualität vor Ort weiter zu verbessern. Gerade für den ländlichen Raum seien diese Förderinstrumente von großer Bedeutung.
Breiten Raum nahm die wirtschaftliche Situation ein. Viele Unternehmen stünden unter erheblichem Druck. Steigende Kosten, Fachkräftemangel und eine zunehmende Bürokratie belasteten insbesondere den Mittelstand und das Handwerk. Teufel sprach sich deshalb für schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen aus. „Mit 750.000 Euro Fördersumme floss ein großer Anteil an Fördergeldern in das Interkommunale Gewerbegebiet, InPark A81. Arbeitsplätze, Wohlstand und soziale Sicherheit entstehen nur durch eine starke Wirtschaft. Deshalb müssen wir alles daransetzen, unseren Unternehmen wieder mehr Luft zum Atmen zu verschaffen.“
Auch die Zukunft der Industrie und des Handwerks in der Region müsse gesichert werden. Sulz und die umliegenden Gemeinden lebten von einer starken mittelständischen Wirtschaftsstruktur. Gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen seien deshalb entscheidend für sichere Arbeitsplätze und die Zukunftsperspektiven junger Menschen. Erwähnt wurde auch das historische Wasserschloss Glatt, das vor drei Jahren eine Landesförderung in Höhe von 250.000 € für Sanierungsmaßnahmen erhielt. Das Schloss zählt zu den bedeutenden historischen Anlagen der Region und wertet die Region sehr auf.
Darüber hinaus wurden aktuelle bundespolitische Entwicklungen diskutiert. Viele Mitglieder äußerten ihre Sorge über die angekündigten Reformpläne der Bundesregierung, insbesondere im Bereich der Altersvorsorge, des Gesundheitswesens und des Arbeitsmarktes. Kritisch wurden auch Überlegungen diskutiert, bewährte Beschäftigungsformen wie Minijobs einzuschränken oder abzuschaffen. Gerade für Studierende, Rentner, Familien oder Menschen, die flexibel hinzuverdienen möchten, seien Minijobs ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsmarktes. Gleichzeitig könnten viele Betriebe auf diese Beschäftigungsform nicht verzichten. U.a. ist auch die Gastronomie darauf angewiesen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die geplante Gesundheitsreform des Bundes. Als langjähriger Sozialpolitiker machte Teufel deutlich, dass die medizinische Versorgung im ländlichen Raum nicht geschwächt werden dürfe. Krankenhäuser, Hausärzte, Pflegeeinrichtungen und Apotheken seien ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge. „Wir brauchen eine Gesundheitsversorgung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Gerade im ländlichen Raum müssen medizinische Angebote erreichbar bleiben.“
In der anschließenden Diskussion tauschten sich die Mitglieder engagiert über die aktuelle politische Lage sowie die weitere Entwicklung von Sulz und der Region aus. Einigkeit bestand darüber, dass die Herausforderungen nur mit einer starken Wirtschaft, leistungsfähigen Kommunen und einem verlässlichen gesellschaftlichen Zusammenhalt bewältigt werden können. Gleichzeitig müsse die Politik dafür sorgen, dass Kommunen bei ihren Aufgaben nicht überfordert werden.
Ein Hauptbestandteil der Sitzung war die Neuwahl des Vorstandes. Dabei gab es einige Veränderungen und vor allem die in der Veranstaltung genannte Zusicherung, in der neuen Wahlperiode an den erfolgreichen Aktionen festzuhalten und auch neue Formate auf den Weg zu bringen.
Eine besondere Freude war es, dass Tobias Bronner eine Reihe von Parteimitgliedern für ihre langjährige Treue zur CDU ehren konnte.
Es waren dies: